Partnergemeinde Peniel in Managua / Nicaragua

Unsere Partnerschaft mit der Gemeinde Peniel in Managua / Nicaragua besteht seit 36 Jahren ( 1987 – 2023)

aktueller „Peniel“-Gemeindebrief hier klicken

120610-peniel-3Frühjahr 1987
Unsere „junge“ Gemeinde beteiligt sich spontan an einem Projekt des „Dritte-Weltladens-Geisweid“. Ein gespendeter VW-Bus, randvoll gefüllt mit Kleidung und Materialien wird per Container in ein Behindertenprojekt nach Nicaragua geschickt.

Doris und Josch Dienst (Gemeindeglieder und Mitarbeiter im Dritte-Weltladen Freudenberg) ermutigen unsere Gemeinde zum Engagement in Nicaragua..

 

August 1987
Die Mitarbeiterin des Dritte-Weltladens  Heidi König besucht das Land und das Behindertenprojekt. Unsere Gemeinde bittet sie, zu einer dortigen Baptistengemeinde Kontakt aufzunehmen.

 

September 1987
Heidi König berichtet mit Dias von ihrer Reise und bringt erste Briefe und Fotos aus  Nicaragua mit. Die Kinder einer Baptistengemeinde suchen Briefpartner in Deutschland.

Vierzehn Kinder unserer Gemeinde schreiben begeistert zurück.

120610-peniel-4Conny Gaitan, Sekretärin beim Bund der Baptisten in Nicaragua, sehr aktives Gemeindeglied und Leiterin der Sonntagschule in der 1984 neu entstandenen Gemeinde Peniel in einem armen Stadtteil von Managua, übernimmt die Koordination.

 

 

 

Seitdem unterstützen wir die Gemeinde Peniel bei ihren Bauvorhaben zur Erstellung und Erweiterung ihres zunächst bescheidenen Gemeinderaumes, später finanzieren wir den Bau einer Schule mit und unterstützen  verschiedene Renovierungsarbeiten,  die Instandhaltung von Gruppenräumen und den Bau eines Taufbeckens im nochmals erweiterten Gemeindesaal.

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Außerdem geben wir einen regelmäßigen Beitrag zum knapp bemessenen Pastorengehalt.

Unsere Spenden sind auch ein Beitrag, um für arme Familien der Gemeinde den Lebensunterhalt,  Schulgebühren, Studiengebühren, Medikamente, Kleidung, Arztbesuche zu finanzieren..

Wir fördern das missionarische Engagement dieser wachsenden Gemeinde mit vielen Kindern und Jugendlichen, indem wir für stadtteilorientierte Projekte, wie für Kinderbibelwochen, für „missionarische“ Baseballmannschaftspiele der Jugend, für Instrumente der Jugendband und für die Arbeit der Familien-Hauskreise Gelder zur Verfügung stellen.

120610-peniel-5Senioren der Gemeinde oder des Stadtteils, die meistens keine Rente beziehen, wird mit Hilfe unseres Geldes von Seiten der Gemeindemitarbeiter geholfen, eine Operation, Arztbesuche oder Medikamente zu bezahlen, das Dach mit neuem Zinkblechen zu versehen, sich die Grundnahrungsmittel wie Bohnen und Reis beschaffen zu können.

Bei Naturkastrophen, wie z. Bsp. dem Hurrican Joan“ 1988 oder Hurrican Mitch 1998 führen wir Sondersammlungen durch, um rasche Hilfe zu leisten.

Neben der ökonomischen Hilfe, die wir etwa halbjährlich per Bank überweisen, sind wir mit Peniel durch einen guten Informationsfluss, der zum informierten Gebet führt, verbunden.

Wir erfahren, wenn Menschen erkrankt oder gestorben sind und werden gebeten, dafür zu beten.

Wir informieren uns über die politische, wirtschaftliche  und gesellschaftliche Entwicklung im Land und teilen mit unserer Partnergemeinde ihre Sorgen, Belastungen und Befürchtungen.

Dank e-mails mit Fotos und aktuellen Gemeindebriefen der Gemeinde sind wir stets über die aktuellen Aktivitäten informiert.

 

Wie engagiert sich die Gemeinde Peniel für uns?

Das größte Geschenk der Partnerschaft ist das Wissen um eine tiefe geistliche Verbundenheit.

Auf zwei Reisen vor Ort (1994 und 2003) war ich von ihrer Gastfreundschaft und Glaubensstärke beeindruckt.

Der Besuch in den oft ärmlichen Hütten der Geschwister, in denen wir mit großer Wärme bewirtet wurden, war ein großes Geschenk für uns.

Wir nennen der Gemeinde regelmäßig auch Anliegen unserer Gemeinde, wie z. Bsp.Schwere Krankheitsnöte, diakonische oder missionarische Projekte.

Die Gemeinde betet in ihren Gottesdiensten, in Bibelstunden, Seniorentreffen und Frauengruppen regelmäßig für uns und erkundigt sich immer wieder nach unserem Ergehen!

Kleine Geschenke, Fotos, Gemeindebriefe oder Karten, die uns immer wieder erreichen,  sind Zeichen von großer Dankbarkeit und Verbundenheit.

Wir können von der Gemeinde Peniel lernen, dass sie Kraft und Zuversicht aus ihrem Glauben zieht und trotz großer Armut und wirtschaftlichen Unsicherheiten immer wieder Mut hat, Gottes Liebe zu leben und Nöte zu lindern.

Ich empfinde Partnerschaft als ein gegenseitiges „Geben“ und „Nehmen“.,

(Ingrid Kolb, Korrdination Partnerschaft Nicaragua)